Hautkrebsvorsorge und Muttermalkontrolle: Warum sie Leben retten kann
- iwohlmuth
- 29. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Aug. 2025
Wir alle wissen - sonnige Tage heben die Stimmung, aber für unsere Haut bedeuten sie auch Stress. In den letzten Jahrzehnten hat die Zahl der Hautkrebserkrankungen stark zugenommen. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend für die Heilungschancen – insbesondere beim gefährlichen Melanom, auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Arten von Hautkrebs es gibt, warum die jährliche Hautkrebsvorsorge so wichtig ist, und welche modernen Möglichkeiten – von der Dermatoskopie bis zur digitalen Bilddokumentation mit künstlicher Intelligenz – uns heute zur Verfügung stehen.

Hautkrebs: Ein Überblick der 3 häufigsten Formen
Es gibt verschiedene Formen von Hautkrebs, die sich in Entstehung, Wachstum und Gefährlichkeit unterscheiden:
1. Basalzellkarzinom (Basaliom):
Die häufigste Form von Hautkrebs "weißer Hautkrebs". Es wächst langsam und bildet fast nie Metastasen. Wird ein Basaliom früh erkannt, ist die Heilung meist unkompliziert und kann meist durch einen kleinen operativen Eingriff entfernt werden.
2. Plattenepithelkarzinom (Spinaliom):
Diese Form entsteht meist an sonnenexponierten Hautstellen - den "Sonnenterrassen" wie Nase, Ohren und Handrücken. Auch hier gilt: Bei früher Diagnose ist die Behandlung sehr gut möglich.
3. Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs):
Das Melanom ist seltener - es entsteht aus pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) und kann an jeder Körperstelle auftreten – auch an Stellen, die wenig oder gar keiner Sonne ausgesetzt sind, wie Fußsohlen, Handflächen oder unter den Nägeln. Das Melanom ist besonders gefährlich, da es früh Metastasen bilden kann und für die meisten Todesfälle durch Hautkrebs verantwortlich ist. Wird ein Melanom früh erkannt, kann die Krebserkrankung in der Regel durch eine operative Entfernung geheilt werden. Engmaschige Nachkontrollen und Untersuchungen sind jedoch notwendig um mögliche Rückfälle rasch zu erkennen und zu behandeln.
Wie erkennt man Hautkrebs?
Dermatoskopie: Der Blick in die Tiefe
Bei der Hautkrebsvorsorge führen wir eine sogenannte Dermatoskopie durch – eine Untersuchung der Haut mit einem speziellen Auflichtmikroskop. Damit können wir Strukturen und Pigmentverteilungen beurteilen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. So erkennen Hautärzte verdächtige Veränderungen frühzeitig.
Digitale Muttermalkontrolle ist nicht neu - die begleitende Bildanalyse mit künstlicher Intelligenz hingegen schon.
Ein großer Fortschritt in der modernen Dermatologie ist die digitale Hautbildanalyse mit KI-Unterstützung. Dabei werden auffällige Muttermale hochauflösend fotografiert und gespeichert. Die Vorteile:
• Langzeitvergleich: Veränderungen von Muttermalen lassen sich über Jahre hinweg exakt dokumentieren.
• Bewertung: KI-gestützte Software analysiert das Muttermal nach dermatologischen Kriterien und unterstützt bei der Risikobewertung.
• Früherkennung auf dem neuesten Stand der Technik
Gerade bei Menschen mit vielen oder auffälligen Muttermalen bietet die digitale Verlaufsdokumentation einen unschätzbaren Sicherheitsvorteil.
Fazit: Vorsorge ist Verantwortung
Hautkrebs kann jeden treffen – aber je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Nutzen Sie die Möglichkeiten der modernen Medizin: Mit regelmäßigen Hautchecks, Dermatoskopie und digitaler Bildanalyse können wir Hautkrebs frühzeitig entdecken – oft bevor er gefährlich wird.
Vereinbaren Sie noch heute einen Termin zur Hautkrebsvorsorge. Ihre Haut wird es Ihnen danken.
Ihre
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie



Kommentare